Kurzmitteilung

> Stiftung Warentest – Türsicherungen – Februar 2016

Die Stiftung Warentest veröffentlicht in seiner Ausgabe 2/2016 einen Test unterschiedlicher Türsicherungen. Quer- und Vertikalriegel (Stangenschloss) der Hersteller Abus, Ikon, Econ oder Basi ebenso, wie Kastenzusatzschlösser und Bandsicherungen. Ein kurzer Erklärfilm (s.u.) hierzu zeigt teilweise die Vorgehensweise und die zugehörige polizeiliche Beratung.

Wir möchten an dieser Stelle darauf hinweisen, dass es sich zwar um genormte Testvorgehensweisen handelt, aber immer auch um Tests unter „Laborbedingungen“.
Dies bedeutet, dass evtl. doch nicht immer ganz nah am alltäglichen Vorgehen der Einbrecher und auch nicht unter den unterschiedlichen Vorraussetzungen, die das zu sichernde Objekt vorgibt, getestet wird. Denn Tür ist nicht gleich Tür.

Türbruch unterhalb QuerriegelEin „gut“ getesteter Querriegel kann beispielsweise an der zum Test genutzten Mehrschicht-Furnierholzplatte eine ganz andere Schutzwirkung erzielen als an einer Hohlkammertür. Mit „ungenormten Krafteinsatz“ oder einem tieferliegendem Hebelansatz und Keilen kann dort u.a. statt dem Riegel auch das Türblatt als erstes Nachgeben. Es sind also, wie im Testheft beschrieben, immer auf ALLE Schwachstellen eines Objektes (einer Tür) zu achten, um einen sinnvollen Schutz zu erhalten. Eine Kombination aus Riegel und Blech beispielsweise und entsprechende Bändersicherungen, oder, oder..

Die Endnote der getesteten Produkte sollte daher immer in Relation zu der zu sichernden Tür, sowie zum Produkt empfohlenen, zugehöriger Zusatzprodukte gesehen werden. Das getestete Ikon Stangenschloss beispielsweise, ist mit entsprechendem Zylinder (S6 – VdS. Kl. B) und passender Kernziehschutzrosette durch den VdS geprüft und zertifiziert. Ein solcher Zylinder und entsprechende Rosette sind allerdings nicht im Standard Lieferumfang des Ikon Schlosses enthalten und können dadurch zu Abwertung im Labortest führen. Wir weisen unsere Kunden bei der Beratung und auch an dieser Stelle auf mögliche Qualitätssteigerungen durch entsprechende Teilkomponenten hin.

Auch zur Benotung der Bändersicherungen sei noch angemerkt, dass auch hier das Objekt vorgibt, welche Sicherungskomponenten Sinn machen und welche nicht. Beispielsweise egal ob „gut“ oder „schlecht“ getestete Produkte an bestimmten Türtypen aus technischen Gründen teilweise leider nicht verwendet werden können oder nicht sinnvoll sind.

Fazit: Bei geplanten Absicherungen muss (unabhängig von Testergebnissen) auch auf die Einzelkomponenten der Produkte geachtet werden. Um eine preislich unabhängige, aber beste Schutzwirkung zu erzielen, ist die genau Betrachung des Objektes und seiner Schwachstellen anzuraten. So kann am besten ein ganzheitliches Konzept und Sicherheitspaket geplant und montiert werden.

Dennoch gilt: Jede zusätzliche Absicherung ist besser als keine zusätzliche Absicherung, denn ein Einbrecher geht zuallererst den Weg des geringsten Widerstandes und lässt eher von Türen ab, die Ihm Probleme bereiten. Je schwieriger wir es dem Einbrecher machen, je mehr Zeit er aufwenden müsste, um einzudringen, umso höher die Wahrscheinlichkeit den Einbruch abzuwenden. Lassen Sie sich von uns beraten.